Kampfkunst Moral - Wu De

Wichtiger als das Erlernen von Selbstverteidigungsmethoden werden in den Kampfk├╝nsten die Auswirkungen von langem und hartem Training auf die Pers├Ânlichkeit erachtet. Viele Meister sind - als Folge ihres langj├Ąhrigen sich dieser Kunst Widmens -  herausragende Menschen und vorbildhafte Pers├Ânlichkeiten.  So ist neben der Herausbildung von k├Ąmpferischen F├Ąhigkeiten vor allem das Formen einer Pers├Ânlichkeit und eines Charakters das Ziel der Kampfkunst.
Grunds├Ątzlich werden die Tugenden des Handelns und die Tugenden des Geistes unterschieden.

Tugenden des Handelns:

  • Qianxu – Demut
  • Zunjing – Achtung
  • Zhengyi – Rechtschaffenheit
  • Xingyong – Vertrauen
  • Zhongcheng – Loyalit├Ąt

Tugenden des Geistes

  • Yizhi – Wille
  • Rennai – Ausdauer
  • Yili – Beharrlichkeit
  • Hengxin – Geduld
  • Yonggan – Mut

W├Ąhrend die Tugenden des Handelns eher das Verhalten gegen├╝ber anderen Menschen pr├Ągen, sind die Tugenden des Geistes daf├╝r verantwortlich, wie weit ein Lernender auf dem Weg des Lernens kommen wird.

Bemerkungen zu den Tugenden des Handelns:
Wer sich nicht selbst ├╝bersch├Ątzt und sich nicht ├╝ber andere stellt - also dem├╝tig ist 
wer andere Menschen achtet und respektvoll behandelt,
wer das tut, wovon er denkt, da├č es nach moralischen Ma├čst├Ąben das richtige ist und das   
   nicht tut, was er moralisch nicht vertreten kann - also rechtschaffen handelt
wer anderen vertraut und auch vertrauensw├╝rdig ist
wer loyal zu dem und zu denen ist, f├╝r das / die er sich entschieden hat - und auch nicht in deren Abwesenheit gegen diese redet oder handelt
wird von den anderen respektiert und geachtet werden.

Langj├Ąhriges, hartes Training f├╝hrt einen Menschen dahin, seine Unzul├Ąnglichkeit zu erkennen und dem├╝tig zu werden. Nur wer seine Mitsch├╝ler achtet wird selbst geachtet und seinen Platz in der Gemeinschaft haben. Wer im Umgang mit anderen nicht rechtschaffen handelt, wird auch im Umgang mit sich selbst ein Auge zudr├╝cken und nachsichtig sein wenn es um die Frage geht ob er sich ausreichend um das Weiterkommen in der von ihm gew├Ąhlten Weg bem├╝ht. Ohne Vertrauen zu seinem Lehrer wird man manche ├ťbungen f├╝r zu m├╝hsam und evtl. nicht zielf├╝hrend halten. Ohne Vertrauen zu seinen Mitsch├╝lern wird man viele ├ťbungen nicht richtig ausf├╝hren. Ohne Loyalit├Ąt zu dem, wof├╝r man sich entschieden hat, wird man wechseln, sobald es unangenehm oder zu anstrengend wird und wird in keiner T├Ątigkeit meisterschaft erlangen. Im Gegensatz zur vorherrschenden Konsummentalit├Ąt ist es hart Arbeit. sich ersthaft mit einer Kunst auseinanderzusetzen und sich die F├Ąhigkeiten dieser Kunst anzueignen.

Alle genannten Aspekte f├╝hren darauf hin: “Sei Du selbst, stehe zu Deinen ├ťberzeugungen, sei hart mit Dir, La├č Dich nicht durch Deinen inneren Schweinehund vom richtigen Weg abbringen”

Bemerkungen zu den Tugenden des Geistes:
Wie stark oder wie wenig die Tugenden des Geistes bei einem Menschen ausgepr├Ągt sind, ist zum einen daf├╝r ausschlaggebend, wie weit dieser Mensch auf seinem Weg eine Kunst zu erlernen kommen wird - wie lange er “dabei bleibt”. Zum anderen ist dies entscheidend daf├╝r, welches Niveau er in der Aus├╝bung seiner Kunst erreichen wird.

Ohne Wille, Ausdauer, Geduld und Beharrlichkeit wird ein m├╝hsamer Weg sicher vor dem Ziel verlassen werden. Mut ist sicher auch immer wieder zum Durchhalten notwendig - wenn beispielsweise f├╝r Au├čenstehende l├Ącherlich wirkende ├ťbungen wichtig werden, sich der ├ťbende von der Allgemeinheit abhebt und ungew├Âhnliches tut. Auch wenn Entscheidungen in einem Lebensweg zu treffen sind und andere Wege zugunsten der Kunst, f├╝r die man sich entschieden hat nicht weiterverfolgt werden ist Mut notwendig.
Im Kung Fu sind die oben genannten Tugenden zudem f├╝r den Erfolg im Kampf wichtig. Wer ohne Mut in einen Zweikampf zieht, wem der Wille zu siegen fehlt, wer keine Geduld hat und nicht den rechten Augenblick f├╝r seine Aktionen abwartet, wer nicht baharrlich und ausdauernd konzentriert bleibt wird im Zweikampf nur schwer erfolgreich sein.

Bei Menschen, die sich ernsthaft mit einer Kunst / einem Weg auseinadersetzen, wird dies ├╝ber die Jahre zu einem Teil des eigenen Lebens. Es gibt keine Eile im Erlernen neuer Techniken oder Inhalte, da die einzigen Grenzen, die es gibt von einem selbst gesetzt werden..
Nicht jeder Weg ist f├╝r jeden Menschen der richtige Weg. Woran die meisten, die aufh├Âren jedoch scheitern ist zum einen ein dominierender Konsumgedanke, zum anderen der Mangel an Demut. Wer zu fr├╝h zufrieden mit den eigenen Fortschritten ist, sich relativ an seinen Mitsch├╝lern mi├čt und sich f├╝r gut h├Ąlt, wer seine Mitsch├╝ler oder Lehrer oder die Unterrichtsmethoden oder –inhalte gering sch├Ątzt wird seinen Weg der Kampfkunst noch vor dem Ziel verlassen.

die Wiege des Kung Fu in Stuttgart

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Schule f├╝r chinesische Kampfkunst, Meditation und Selbstverteidigung

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