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Allgemein kann gesagt werden, dass dem Kung Fu diverse philosophische Weltanschauungen und Schulen, je nach Stil unterschiedlich gewichtet, zugrunde
liegen. Die wichtigsten philosophischen Wurzeln sind der Daoismus, der Buddhismus, das Prinzip von Yin und Yang, die Acht Trigramme (Ba Gua), das Buch der Wandlungen Yi Ging sowie die Philosophie der 5 Elemente.
Wu Chi, Yin Yang, Ba Gua, Yi Ging Wu Chi stellt die Ruhe, Stille Leere, das große ungeteilte, ausgeglichene ohne Extreme dar. Durch die dynamische Interaktion von Yin und Yang entstehen aus ihm alle
Veränderungen und Verwandlungen in der Natur. Yin und Yang sind als die zwei Extreme sich zyklisch abwechselnder Kreisläufe zu verstehen (Tag und Nacht, Sommer Winter, hell und dunkel, warm und kalt, ...). Stellt
man Yin und Yang als eine ununterbrochene Linie (Yang) und eine unterbrochene Linie (Yin) dar, so werden diese beiden Darstellungen ”Linag I” genannt. Durch Kombination dieser Elemente miteinander entstehen die
Szu-Hsiang, die 4 Elemente Tai Yang, Shao Yang, Tai Yin und Shao Yin.Durch nochmalige Kombination der Szu-Hsinag mit den Liang I entstehen die Ba Gua. Kombination der Ba Gua mit sich selbst ergeben die 64
Hexagramme, die die Grundlage des Yi Ging, des Buches der Wandlungen darstellen. Dieses Buch entstand ca. 2000 v. Chr. und stellt eine der Wurzeln der chinesischen Philosophie dar.
Die Ba Gua sind die Grundlage des so benannten Stils. Die 8 Trigramme werden ebenso zur Kombinatorik verschiedener Kampftechniken (Angriff-Verteidigung; links-rechts, hoch-tief, ...) wie auch der
Bewegungsmöglichkeiten zum Gegner verwendet. Entstanden ist der Stil aus der Kombination einer Daoistischen Laufmeditation (das Ba Gua-typische im Kreis laufen) mit den Techniken des Langfaustboxens.
Wu Xing – 5 Elemente Auch die 5 Elemente stellen einen wichtigen Teil der chinesischen Philosophie dar. Ihnen werden aus allen Bereichen des Lebens entsprechende Bereiche zugeordnet – z.B. die 4
Himmelsrichtungen und die verwurzelte zentrale Position. Auch die Organe sind den Elementen zugeordnet, ebenso verschiedene Techniken im Xing Yi oder Bewegungsrichtungen im Tai Chi. Bei den 5 Elementen gibt es auch
konstruktive Kreisläufe und destruktive Kreisläufe. Bezogen auf Kampftechniken stellen diese Kreisläufe Leitlinien dar “welche Technik kann aus welcher anderen Technik hervorgehen” oder mit welcher Technik kann
welche andere Technik überwunden werden”.
Buddhismus Viele Kung Fu Stiele sehen ihre Wurzeln im Shaolin Kloster. Da Mo, der Buddhistische Lehren aus Indien ins Shaolin Kloster mitgebracht hat, hat die Inhalte durch Chi Kung Übungen ergänzt, die
dazu dienen sollten, langes Meditieren durch entsprechende körperliche Übungen zu unterstützen und die körperliche Verfassung der Mönche zu erhalten. Nachdem die Mönche das Kloster immer wieder verteidigen mußten,
ergänzten sie die Übungen durch Kampfmethoden. Nachdem Mönche auch der Regierung wiederholt als Kampftruppen zur Unterstützung kam, gewann Kampfkunst im Shaolin Kloster eine herausragende Stellung. Kampfkunst und
Buddhismus passen gut zueinander. Ziele des Buddhismus, im hier und jetzt zu leben, ganz in einer Tätigkeit aufzugehen und sich in diese vollkommen zu vertiefen und so zu einer herausragenden Perfektion zu gelangen
sind in einer Kampfkunst ebenso zu verwirklichen wie im japanischen Steingärten rechen, in der Kunst der Kaligraphie oder im Sitzen Zen-Buddhismus.
Daoismus Inhalt des Daoismus ist es, den natürlichen Weg, also den Weg, der der Natur der Dinge entspricht zu finden und zu gehen. Dieses Prinzip auf Kampfkunst angewendet hat zu Stilen geführt, die in der
Regel direkte Konfrontation im Sinne “Kraft gegen Kraft” vermeiden. und die inneren bzw. geistigen Elemente hervorheben. Herausragende Beispiele
hierfür sind das Tai Chi Chuan, in dem der innere Energiefluß gefördert und mit Kampftechniken verbunden wird, uns das Ba Gua, in dem die Philosophien von Yin und Yang, also natürlichen Kreisläufen und Prinzipien prägend sind.
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